Die Brandwand

Der älteste Teil des Carolinenhofes ist die Brandwand. Sie bildet die Trennung zwischen dem Haupthaus und der Scheune. In ihr sind noch die Ziegelsteine des Vorgängerbaus des Carolinenhof verbaut worden – zumindest im unteren Teil. Schon damals, 1854, wurde also resourcenschonend gebaut, indem alte Baumaterialien wiederverwendet wurden.

Wir haben lange überlegt, wie wir diese Wand, dieses Zeugnis von Geschichte, sichern und gleichzeitig sichtbar machen können. Für den oberen Teil, wo die Ziegeln zum Teil schon recht locker waren, entschieden wir, die Fugen frisch mit Muschelkalk verfüllen zu lassen. Weiter unten, wo die alten Ziegelsteine im Klosterformat vermauert waren, war die Wand noch stärker. Diesen Bereich haben wir nun mit einem spannenden Verfahren reinigen lassen: Eisstrahlen heißt hier das Zauberwort. Wie genau es jetzt mit dem gereinigten Bereich weitergeht steht noch nicht zu 100 Prozent fest. Eine Verfugung oder gar Verputzung mit Lehmputz steht im Raum. Der mit weißen Steinen zugemauerte frühere Durchgang wird wahrscheinlich mit einer alten Tür „versteckt“. Vielleicht kommt auch ein Bild davor? Wir arbeiten noch am endgültigen Plan… Wenn jemand also eine schöne Idee hat: Wir sind noch offen für Anregungen!