Kategorie-Archiv: Sanierung Scheune (aktuell)

Alte und neue Fundamente

Es war mal wieder viel zu lange still an dieser Stelle. Auf der Baustelle aber natürlich nicht! Die Handwerker waren und sind fleißig. Der größte Punkt in der letzten Zeit war das Verputzen in den Wohnungen und Abstellkammern. Nach einer frostbedingten Pause konnten diese umfangreichen Arbeiten vor wenigen Tagen abgeschlossen werden. Der nächste große Punkt auf dem Weg zur Fertigstellung ist das Einbringen des Estrichs. Wenn es gut läuft, kann damit nächste Woche begonnen werden.

Aber nicht nur im Innenbereich tut sich viel. Auch draußen herrscht aktuell Betriebsamkeit. Und das sogar an zwei Fronten. Zum einen geht es Überbleibseln aus der Vergangenheit an den Kragen: die alten Fundamente der früheren Reithalle werden entfernt. Wir haben lange hin und her überlegt und diskutiert, ob das nötig ist. Expertenmeinungen waren in letzter Zeit jedoch deutlich für die Entfernung, sodass wir das noch vor Beginn der neuen Urlaubssaison hinter uns bringen wollten. Daher ist aktuell ein großer Bagger dabei, diese alten Fundamente aus dem Erdreich vor der Scheune und damit vor den neuen Ferienwohnungen herauszuholen.

Die zweite Außenbaustelle ist das Ufer. In den letzten Jahren oder sogar Jahrzehnten hat das Wasser des Neuharlinger Sieltiefs stark am Ufer des Grundstückes genagt und sehr viel Erdreich weggeschwemmt. Von der einstigen Befestigung war eigentlich gar nichts mehr übrig geblieben. Daher beschlossen wir bereits im Herbst, dass eine Sanierung des Ufers unumgänglich ist. Zum einen sollte natürlich weiterer Landverlust verhindert werden, aber auch die Optik ist uns wichtig. Jetzt, da der Carolinenhof bald wieder komplett in voller Pracht erstrahlt, soll auch die Ansicht auf den Carolinenhof zum Gesamtbild passen. Und das Ufer ist ein essentieller Teil davon. Auch wenn der Uferbereich aktuell in eine Mondlandschaft verwandelt wird, freuen wir uns schon sehr auf den fertigen Anblick. Im Moment stehen wir oft am Ufer und beobachten die Arbeiten. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie die langen Pfähle eingebracht werden, die quasi das Fundament der Uferbefestigung darstellen. Vielleicht kann man es auf den Bildern erahnen…?

Meilensteine zu Weihnachten

Das Dach ist zu! Das riesige Dach des Carolinenhofes ist pünktlich zu den Weihnachtsferien rundherum komplett geschlossen (bis auf kleinere Restarbeiten).

Außerdem sind die Nordseite und die Südseite komplett mit Fenstern und Terrassentüren ausgestattet. Die kleinen weißen Fenster, die in Anlehnung an die früheren Stallfenster gebaut wurden, sind aus Holz. Die großen Türelemente an den zukünftigen Terrassen sind aus anthrazitfarbigem Aluminium. Sie verkörpern die neuen, modernen Elemente, die aus der ehemaligen Scheune nun moderne Ferienwohnungen machen.

Eine Ausnahme stellt die Wohnung Nr. 3 „Achterköken“ dar: Dort ist auch die Terrassentür aus Holz. Das unterstreicht die Sonderstellung dieser Wohnung – bestehend aus der direkten Nachbarschaft zum Haupthaus und die aus der Historie herrührende leicht zurückversetzte Lage im Vergleich zu den anderen Wohnungen.

Das Gestaltungselemet Aluminium findet sich bzw. wird sich noch an weiteren Stellen wiederfinden. Aktuell zum Beispiel schon an den Wohnungseingangstüren. Dort in strahlendem Rot.

Mit diesem Update wünschen wir allen Lesern und Gästen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, gemütliche Stunden im Kreise der Familie und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Wer will fleißige Handwerker sehen?

Mit Schrecken haben wir festgestellt, dass das letzte Update hier schon über einen Monat her ist! Dafür müssen wir uns ja schon fast entschuldigen… Am besten tun wir das, indem wir brandaktuelle Fotos zeigen. Sie wurden heute Mittag aufgenommen.

In den letzten Wochen hat sich unsere Baustelle wahnsinnig verändert. Der Dachstuhl wurde komplett aufgestellt (wir haben sogar ein Richtfest gefeiert), die Außenwände wurden fast vollständig verklinkert (nur am Giebel wird noch daran gearbeitet), das Dach ist bereits teilweise eingedeckt (Nordseite) und die Zimmer im Obergeschoß der Wohnungen haben schon ihre Dachflächenfenster erhalten. Unsere Handwerker waren also mehr als fleißig! Und wir freuen uns sehr über die Fortschritte.

Da wir gut im Zeitplan liegen, haben wir uns auch entschlossen, ab sofort Buchungen für die Zeit ab 1. August 2019 entgegenzunehmen. Die Preise können auf den jeweiligen Unterseiten eingesehen werden. Wir freuen uns auf Ihre/eure Buchungen!

Wohnung Nr. 7 – „Peerstall“

Heute gibt es einen kleinen Rundgang durch die Ferienwohnung Nr. 7, „Peerstall“:

Der Dachstuhl

Nur 22 Tage sind seit dem letzten Fortschrittsbericht vergangen, und doch hat sich so viel getan. Aus einem großen Haufen Holz ist ein schon ziemlich beeindruckender Dachstuhl geworden:

Fortschritte bei den neuen Ferienwohnungen

Es ist längst überfällig, dass wir mal wieder von Fortschritten auf der Baustelle berichten. Das geht natürlich am besten in Bildern.

Das Erdgeschoss der zukünftigen Ferienwohnungen hat jetzt eine Decke bekommen. Zuerst wurde wir bei einem Puzzle die sogenannte Filigrandecke erstellt. Dann rückten die Sanitär- und Elektroleute an und machten erste Bohrungen durch diese Decke. Dann wurde die Decke fleißig mit Bewährung bestückt, bevor eine Armee von Betonmischern kam und die Decke fertig betoniert hat. So kam es, dass man mittlerweile durch Räume gehen kann. Hier ein erster Einblick in die Wohnung Nr. 3 „Achterköken“:

Der Eingangsbereich.

Richtung Küchenecke.

Blick zum Wohnbereich.

Richtung Essbereich.

Hier kommt die Treppe hin.

Das wird die Gästetoilette.

Das wird die Garderobe.

Immer wieder zwischendurch haben die Handwerker angefangen, die Nebenräume anzulegen:

 

 

 

 

Mittlerweile kann man die Decke schon betreten und die ersten Wände im Obergeschoss werden gemauert:

Ein Blick über die Zwischendecke.

Die ersten Wände entstehen im Obergeschoss.

Auch planerisch ergeben sich immer wieder Fortschritte. Momentan arbeiten wir zum Beispiel eifrig an den Planungen der Küchen. Hier können Sie schonmal einen Blick auf die Küche für die Wohnung Nr. 7 „Peerstall“ werfen.
In den Wohnungen Nr. 4, 5 und 6 haben wir, nachdem wir im Obergeschoss umherlaufen und mit Kreide Wände und Möbel einzeichnen konnten, noch kurzfristig beschlossen, die Wand zwischen den Schlafzimmern etwas zu verschieben. So wird es vermutlich in der Wohnung Nr. 5 doch kein Hochbett geben müssen, sondern es können drei normale Einzelbetten gestellt werden. In den Wohnungen 4 und 6 können die Einzelbetten anders gestellt werden und so wird voraussichtlich ein kleiner Sitzbereich zum Fernsehen in diesem Schlafzimmer entstehen.

Rückbau abgeschlossen

Nun ist der Rest des alten Dachstuhles auch abgebaut und die Ständer und Streben des alten Traggerüstes haben kurzfristig ihre Last verloren. So konnten sie anschließend neu ausgerichtet werden. Die neuen Rundbalken für einen großen Teil des Daches, der später auch sichtbar bleiben soll, können also kommen. Etwas dauert es aber noch, denn sie müssen besonders ausgewählt und vorbereitet werden, da Rundholz nur noch selten nachgefragt wird. Aber es soll ja auch wieder ein besonderer Hof werden, oder besser: bleiben.

Ein paar neue Absätze für die alten Ständer

Erst ist man ratlos. Wie sollen nur die angefaulten Enden des Ständerwerks ersetzt werden? Und dann handeln die Profis ganz schnell. Abstützen, abschneiden, neue Bodenplatte darunter und das Fundamentmauerwerk entsprechend höher mauern. Dazwischen eine Eichenplatte gegen aufsteigende Feuchtigkeit und fertig ist das neue (alte) Rückrat des Gulfhofes. Später können die Besucher des Carolinenhofes das Werk bewundern, denn diese Elemente bleiben sichtbar!

Und darauf lastet das Tragwerk der Scheune?

In der Tat, bisher war es so! Die Füße der 12 Ständer waren wohl zum Teil etwas ummantelt, aber die Unterseiten waren in der Tat stark verfault, weil die Feuchtigkeit von unten hochziehen konnte.
Und jetzt?
Die Ständer werden entlastet und unten „gesund geschnitten“, d.h. gekürzt und etwas höher untermauert. Dazwischen kommt ein Eichenbrett, das das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert. Außerdem wird es in den Ferienwohnungen sicher nicht so viel Bodenfeuchtigkeit geben, wie früher im Stall… 🙂

„De Backe“

Wasser kann auch an der See rar werden – Süßwasser. Bevor das Trinkwasser aus dem Wasserhahn kam, musste es deshalb extra gesammelt werden. Vom Dach. Und gespeichert in einer „Regenbacke“. Nahe der Küche und am besten unterirdisch, damit es kühl blieb. Es durfte nicht verschmutzen, keine Tiere oder Kinder durften in die Öffnung der Zisterne fallen. Mit einer Handpumpe wurde das Wasser nach oben geholt und vor dem Genuss jedes Mal abgekocht. So war es in Neuharlingersiel noch vor 70 Jahren üblich!

Die Reste der „Backe“ unter der ehemaligen Sommerküche, am oberen Ende der Scheune, haben wir jetzt bei den Gründungsarbeiten gefunden. Die Gewölbedecke war schon früher abgetragen worden, aber die Seitenwände konnte man jetzt noch verfolgen (das Rote zwischen dem Sand). Ein Archäologe aus Aurich hat sie kartiert und wir haben sie fotografiert: